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Was darf es denn sein - Kupfer- oder Edelstahlkessel?

Siebträgermaschinen im Vergleich - was unterscheidet Kupfer- von Edelstahlkesseln 

Wurde noch vor einigen Jahren in hochwertige Espressomaschinen Kupfer- oder Messingkessel eingebaut gibt es seit einiger Zeit vermehrt Anbieter, die Edelstahlkessel verbauen. Vorweg ein paar grundsätzlich Info’s zu Kupfer und Edelstahl – Messing ist eine Kupferlegierung und wird eher seltener verbaut.

Siebträgermaschinen mit Kupferkessel - viele Jahre bewährt 

Kupfer hat die beste Wärmeleitzahl aller Metalle. Das bedeutet, das Kupfer sehr gut wärmeleitend ist. Kupfer wurde deshalb schon immer für Kochgeschirr bester Qualität genutzt. 

In Verbindung mit Wasser bildet ein Kupferkessel relativ schnell eine Schutzschicht aus Kupferoxid, eine wasserunlösliche Schicht, die das Kupfer schützt und geschmacklich völlig neutral ist.

Kupferkessel sollten nicht mit einer starken Säure entkalkt werden, um die Schutzschicht nicht zu Beschädigen. Kupfer als Mineral, ist ein sehr wichtiges und vom menschlichen Organismus benötigtes Spurenelement. Auch unsere modernen Wasserleitungen bestehen zu einem großen Teil aus Kupfer. Traditionell werden Kupferkessel aus thermischen und mechanischen Gründen bevorzugt - nicht von ungefähr waren die Begründer der modernen Kaffeemaschinen wie z.B. Guiseppe Cimbali Kupferschmiede. Um Kupfer noch etwas unempfindlicher zu machen, wird es heute meist von Innen zusätzlich beschichtet. Mineralische Ablagerungen wie Kalk haben es schwerer sich Abzulagern und die Funktion der Maschine zu beeinträchtigen.

Siebträgermschinen mit Edelstahlkessel - der Newcomer

Edelstahl ist sowohl thermisch als auch chemisch sehr träge und daher unempfindlich gegenüber mechanischen und vielen chemischen Einflüssen. Edelstahl ist geschmacksneutral, und sehr druckstabil. Moderne Hochleistungsmaschinen haben daher zunehmend Edelstahlkessel. Edelstahl ist jedoch deutlich schwerer zu verarbeiten, da es aufwendig geschweißt werden muss. Die Hohe Unempfindlichkeit gegenüber Ablagerungen machen es zu einem guten Kesselmaterial. Jedoch hat Edelstahl auch eine eher schlechte Wärmeleitfähigkeit, so das die Heizleistung gemessen am Volumen oft höher ist, als bei vergleichbaren Kupferkesseln. 

Kuperkessel vs. Edelstahlkessel:

Besonders in in großvolumigen Kesseln kann Edelstahl überzeugen. Hier wird die (im Wasser hängende) Heizung direkt über den Kesseldruck über ein Pressostat (Druckventil) gesteuert und spricht entsprechend gut an. Edelstahl ist unempfindlicher gegenüber den Wasserbestandteilen und lässt sich gut von mineralischen Ablagerungen reinigen. Kupfer punktet aber durch eine schnellere Wärmeabgabe von nachströmendem Frischwasser und ist immer erste Wahl bei Zweikreisern mit Wärmetauschern, über die das frische und sauerstoffreiche Wasser für die Kaffeezubereitung erwärmt wird. Hier steht Kupfer für kürzere Wege und schnelleres erreichen der Solltemperatur bei gleichzeitig geringeren Energiebedarf.

Bei modernen, mit Temperatursensoren gesteuerten Maschinen (z.B. Siebträger mit PID Systemen) jedoch wird u.a. die Kesseltemperatur direkt am Kessel abgenommen. Auch hier haben die gut wärmeleitenden Kupferkessel einen Vorteil. Schon geringe Temperaturschwankungen werden über den Kupferkessel an das Thermostat geleitet und die Heizung kann schnell und sensibel die Temperatur nachregeln.

Reparaturen

Kessel sind besonders an den Übergängen zu der Heizung, den Ventilen oder den Wärmetauschen belastet. Bei eventuellen Reparaturen nach vielen Jahren Betriebszeit sind Kupferkessel einfacher zu reparieren als Kessel aus Edelstahl. Undichtigkeiten können bei Kupfer gelötet werden und auch das individuelle Anpassen von Leitungen ist schnell (in unserer Fachwerkstatt) erledigt. Edelstahlkessel werden bei Undichtigkeiten meistens komplett erneuert oder müssen zur Reparatur zum Hersteller geschickt werden.

Fazit

Beide Materialien eignen sich sehr gut als Kesselmaterial. Kupfer nimmt Wärme sehr gut an und gibt schneller Wärme an das Wasser ab. Besonders bei Zweikreisern mit Thermosphon ist das ein Vorteil. Edelstahl dagegen ist sehr druckfest, neigt zu weniger Ablagerungen und lässt sich etwas leichter davon befreien, was jedoch auch für speziell beschichtet Kupferkessel gilt. Kupfer ist einfacher zu verarbeiten als Edelstahl, jedoch ist der reine Materialwert beim Kupfer höher. Preislich macht das Kesselmaterial i.d.R. daher keinen Unterschied.

Für uns sind Kupferkessel im semiprofessionellen Bereich immer noch die erste Wahl. Edelstahl ist gleichwertig, was die grundsätzliche Eignung und die Qualität betrifft. Entscheidend ist tatsächlich, das einem die Maschine und die Bedienung gefällt. Im Profibereich, bei Gastromaschinen sehen wir mehr Vorteile bei Kesseln aus Edelstahl - hier sind aber die Belastungen durch Druck und Temperatur auch deutlich Größer als bei den "Haushaltsmaschinen".

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